Schülerbriefe
Hanna Bartels, Rochedale SHS, Brisbane
Hallo Camps- Team!
Erstmal Entschuldigung, dass ich mich so lange nicht gemeldet hab. Meine Zeit geht hier jetzt sehr rasch dem Ende zu, was ich sehr doll bedauer. Die Gefühle schwanken natürlich von Freude, die deutsche Familie und Freunde bald wiederzusehen, und Trauer, alles zurücklassen zu müssen. Ich glaube ich habe es am Anfang gar nicht für möglich gehalten, wie sehr mir hier alles ans Herz wachsen kann, dass so etwas völlig neues und anderes, mein Leben werden kann.
Nächsten Sonntag ist die Abschiedsparty von Charlotte und mir, wo wir erst ein bisschen Spaß in Southbank haben werden und dann einen Karaoke Raum für 2 Stunden gemietet haben. Und dann sind es auf einmal auch nur noch 1 1/2 Wochen bis meine Eltern kommen und ich sie nach einem Jahr!!! wiedersehen werde. Wird schon irgendwie komisch, weil meine 2 Familien so unterschiedlich sind, der Humor und die Lebensweise sind so verschieden, aber ich schätze mal dass es auch irgendwie harmonieren wird (ein bisschen Gefühlsschwankungen hab ich aber trotzdem). Aber Gefühlschaos ist im Moment auch nichts Neues mehr für mich. In dem einen Moment, freu ich mich so auf meine Familie und auf die Urlaubsreise, die wir dann antreten werden und im nächsten Moment könnte ich losweinen, weil das dann das Ende MEINES Jahres bedeutet.
Meine Eltern kommen an meinem letzten Schultag, wo wir Athletics Carnival haben werden. Entweder holen sie mich von der Schule ab, oder ich komme sie von zu Hause abholen und wir gehen dann zur Schule. Dann bleiben wir für ein paar Tage in Rochedale und machen noch ein paar Unternehmungen mit meiner Gastfamilie und dann heißt es weiter nach Cairns. Auf dem Weg sehen wir uns Orte an wie Fraser Island, Bundaberg und die Whitsundays, dann geht es weiter nach Darwin und dann Brisbane und Deutschland. Das wird bestimmt noch ein richtig schöner Abschluss von Australien. Nächsten Samstag hab ich meinen letzten Sport Aerobics Wettkampf. Ich bin im Schulteam und wir haben gerade bei einem Challenge und den Regionals jeweils den 3. Platz belegt. Nächsten Samstag sind es dann States und wenn wir gut genug sind, fahren wir zu den Nationals in Melbourne, wo ich dann aber nicht mehr dabei wäre. Es bringt mir sehr viel Spaß, aber es ist noch nicht wirklich bekannt in Deutschland, deswegen weiß ich nicht ob ich es weitermachen werde.
Charlotte und ich haben gerade bei Aldi eine Tüte Haribo gekauft, endlich mal wieder Goldbären
.so lecker, ja sie sind immer noch die besten.
Ich kann es mir gar nicht vorstellen wieder in Deutschland zu sein, zur Schule zu gehen ohne Schuluniform, ohne Parades und care classes, die Autos fahren auf der falschen Seite, es gibt kein hi, how are you mehr in den Läden und man spricht deutsch statt englisch. Zum Glück wohnt Charlotte ganz in meiner Nähe, so dass wir uns immer noch oft treffen können, was dann ein kleines Stück Australien in Deutschland sein wird. Auch kommt meine australische Freundin Kim mich im Dezember besuchen, sie wird 3 Wochen bei mir verbringen für Schoolies. :-)
Viele Grüße und bis bald
Hanna
Meine Gasteltern und meine chinesische Gastschwester waren echt lieb und wir haben viel zusammen gemacht. Besonders mit meiner Schwester hab ich mich sehr gut verstanden
Am Anfang waren die Aussies eher nur auf Smalltalk aber nach ein paar Wochen war ich richtig integriert und ich vermisse meine Freunde dort arg, aber bald kommen einige nach Deutschland :)
Charlotte Lücht, Brisbane
Im Großen und Ganze lief alles sehr gut. Meine Gastfamilie hat sogar einige Ausflüge am Wochenende mit mir gemacht, was ich gar nicht erwartet hatte und was, wie ich es von anderen gehört habe auch nicht selbstverständlich ist. Ich habe denke ich viel für mein Leben gelernt: mehr Selbstständigkeit, größeres Selbstbewusstsein, das Leben etwas lockerer zu sehen. Und ich habe dicke Freundschaften geschlossen die mit Sicherheit noch lange halten werden.
Jana Dietrich, Cairns
Die Zeit in Australien war die beste meines Lebens, denn ich habe so viel Eindrücke und Erfahrungen gesammelt, die ich in meinem Leben nicht vergessen werde. Ich bin reifer geworden und sehe jetzt das Leben allgemein aus einem anderen Blickwinkel.
Christin Lüllwitz, Brisbane






