Ann-Kathrin Krüger
Unsere ehemalige Brasilien-Gastschülerin Ann-Kathrin steht allen Interessenten gerne Rede und Antwort! Sie war vor einigen Jahren mit uns in São Luis - und ist immer noch total begeistert!!
Ann-Kathrins Jahr in Brasilien von ihr zusammengefassst:
Oi, tudo bem?! Meu nome è Ann-Kathrin, tenho 17 anos e sou dAlemanha. (Hi, alles klar?! Mein Name ist Ann-Kathrin, ich bin 17 Jahre alt und komme aus Deutschland.) Meine anfänglichen Portugiesischkenntnisse beschränkten sich auf diese gängigen Floskeln. Weder viel, noch besonders tiefsinnig, doch für meinen Start nach Brasilien musste es reichen.
Endlich in São Luís gelandet, wurde ich sofort von einer Woge brasilianischen Temperaments überrollt und überrascht. Obwohl ich mich auf Grund des anstrengenden Fluges vor Müdigkeit kaum noch auf den Beinen halten konnte, wurde ich von allen Seiten gedrückt und geherzt, sodass ich mich durch die mir entgegengebrachte Gastfreundschaft und Herzlichkeit schon fast wie zu Hause fühlte.
Im Haus der Gastfamilie angekommen, fand ich mein Zimmer bunt geschmückt und mit einer Vielzahl von Luftballons und kleinen Geschenken ausgestattet vor. Gerührt, überwältigt und erschöpft stellte ich fest, dass ich von meiner brasilianischen Familien nicht als Gast, sondern als ein neues Familienmitglied aufgenommen wurde.
Verständigungsprobleme gab es während meines Aufenthalts selten. Aller Anfang ist schwer, das heißt konkret: In den ersten zwei, drei Monaten versuchte ich mich so gut es ging durch englische leicht verständliche Schlagwörter und durch die hohe Kunst der Körpersprache zu verständigen. Doch durch die tägliche unumgehbare Konfrontation mit der Sprache verbesserte sich mein Portugiesisch schnell und stetig. Anfänglich ärgerte ich mich, dass ich nur zusah wenn sich Menschen über erzählte Scherze amüsierten, doch nach einem halben Jahr, war ich es, die die Scherze erzählte. Dass mein Portugiesisch am Ende meines Aufenthalts fast besser war als mein Deutsch regte mich jedoch schon zum Nachdenken an
Mein Austauschjahr liegt nun schon etwas zurück und doch profitiere ich noch heute von meiner 2. Muttersprache. Die Portugiesischkenntnisse funktionieren als eine Art Schlüssel zur Tür aller lateinamerikanischen Sprachen (spanisch, italienisch und sogar etwas französisch inklusive). Zusammenhänge kann ich jetzt in vielen dieser Sprachen erkennen und die Verständigung mit Menschen verschiedenster Länder ist in der Regel seit meinem Brasilienaufenthalt auch kein Problem mehr. Auch die Resonanz von Außenstehenden ist sehr positiv, ein Jahr im Ausland macht sich gut in der Bewerbungsmappe. Ein Jahr im Ausland und perfekte Portugiesischkenntnisse umso besser.
Mein Abitur werde ich auf jeden Fall machen. Danach möchte ich an einer Fachhochschule oder in einer Ausbildung die Tourismusrichtung einschlagen und später unbedingt einen Beruf erlernen der sich gut mit Brasilien verbinden lässt. Denn die Kultur Brasiliens und die Menschen dort mit ihrer offenen, herzlichen Art und dem unverwechselbaren brasilianischen Temperament, haben mich in meinem Austauschjahr nicht nur entscheidend geprägt und geformt, sondern auch zu dem Menschen gemacht der ich heute bin. Você é alema, mas o seu coração bate no ritmo brasileiro. Du kommst aus Deutschland, aber dein Herz schlägt brasilianisch, wie meine Gastmom es so treffend formulierte.
Mirian Dünow, Reinfeld - (m)ein Jahr in Brasilien
Schon seit 10 Monaten bin ich jetzt hier in Brasilien. Ehrlich gesagt kommt es mir vor als waeren nur ein paar Wochen sei meiner Ankunft vergangen, denn die Zeit hier vergeht viel, viel zu schnell!!!
Ich habe so viel neues erlebt und gesehen das mich einerseits fasziniert und zum anderen Teil auch traurig gemacht hat!
Seien es die Sandduenen in den Barreirinhas, die Wasserfaelle in Carolina, die Sonne, der Strand, das Meer vor der Tuer oder auch die unterschiedliche Lebensweise der Menschen hier, das alles einmal erleben zu duerfen ist fuer mich eine Erfahrung, die mich das ganze Leben lang begleiten wird.
Dadurch das die Brasilianer sehr freundlich und offen gegenueber anderen sind, faellt es einem nicht schwer Freunde zu finden. Wobei ich erwaehnen muss das ich meine hier sehr vermissen werde, denn es sind echt gaaaaanz liebe Menschen!!
Sie sind sehr interessiert an Leuten, die aus dem Ausland kommen, eine oder auch mehrere andere Sprachen sprechen und wenn sie dann auch noch blond und blauaeugig sind sind sie hin und weg =)).
Es ist sehr interessant, manchmal jedoch auch sehr anstrengend sich an die unterschiedliche Lebensweise der Brasilianer anzupassen!!
Nach einigen Wochen faengst du sogar an von Reis und Bohnen zu traeumen, die es hier so gut wie jeden Tag gibt!! Hier ein Tipp: Es ist empfehlenswert Marzipan mitzunehmen, das gibt es hier im Norden naemlich nicht und man leidet doch unter Entzugserscheinungen =)) !!
Kurz gesagt, ich bin total traurig das ich schon so bald wieder nach Deuschland zurueck muss. Die Zeit vergeht viel, viel zu schnell, so dass ich manchmal denke alles nur zu traeumen.....
Beijos aus Brasilien Miri






