Schulen in Neuseeland
In Neuseeland gibt es ein Gesamtschulsystem bis zur 13. Klasse. Man lernt gemeinsam, aber im Unterschied zu Deutschland lernt jeder etwas anderes. Die individuelle Lernpläne sind abgestimmt auf Vorkenntnisse und Lerntempo (Pädagogen nennen das individuell-spezifischen Unterricht).
Neuseeland hat eines der modernsten Bildungssysteme der Welt und der Unterricht ist auf hohem Niveau. Alle Schulen unterrichten das staatlich vorgeschriebene Curriculum. Unterschiede im Kursangebot sind von der Größe der Schule abhängt. CAMPS arbeitet mit ausgesuchten Partnerschulen zusammen, die kleinste hat 360 Schüler, die größte 3.500. Große Schulen verfügen über eine große Auswahl an Fächern und Schwerpunkten, die kleineren Schulen bieten Spezialfächer als Fernunterricht an ein in Neuseeland übliches Verfahren. Das macht die großen Schulen sehr populär, allerdings ist eine kleinere Schule für eine real kiwi experience besser. Alle Schulen unterrichten neben Geistes- und Naturwissenschaften auch moderne europäische und asiatische Sprachen. Die Fächer Chemie, Physik und Biologie werden in Neuseeland häufig zum Fach Science zusammengefasst. Wenn du Lust hast, kannst du dich in Kapa Haka versuchen, der traditionellen Sing- und Tanzkunst der Maori.
Die Lage der Schulen (Meer, Stadt, Gebirge) bestimmt das Freizeitangebot. Jede Schule hat ihr eigenes besonderes Profil. Einige haben Theater, große Kunstateliers, fördern naturwissenschaftlich interessierte Schüler, bieten beste Skibedingungen oder sind stark im Wassersport. In Neuseeland herrscht Schuluniformpflicht. Die Schüler dort sind Stolz auf diese Uniformen und auch du wirst dich in ihr gefallen.
Eine Schulübersicht kannst du dir unten rechts downloaden!
Single-Gender Schools A Real Kiwi Experience?
Die meisten Schulen in Neuseeland sind co-ed, d.h. für Schülerinnen und Schüler gemeinsam. Zurzeit erfreuen sich die single-gender-schools (reine Mädchen- oder Jungenschulen) wachsender Beliebtheit. Über die Vorzüge des einen und des anderen Modells gibt es völlig gegensätzliche Ansichten und Überzeugungen. Gerade weil wir in Deutschland diese Wahl nicht haben, herrschen hierzulande oft bizarre Vorstellungen über getrennt-geschlechtliche Schulen.
Auf eine getrennt-geschlechtliche Schule zu gehen heißt nicht, keinen Kontakt zum anderen Geschlecht zu haben. Mädchenschulen haben immer eine Bruderschule und umgekehrt. In den Künsten, bei speziellen Schulfächern und in Sport, Musik, Tanz und Theater mischen sich die beiden Schülerschaften.
Getrennt-geschlechtliche Schulen sind die besten des Landes und erzielen bei nationalen Vergleichen überrragende Ergebnisse!
Es ist eben eine real kiwi experience die Erfahrung einer single-gender-school zu machen. Und eben deshalb hast du dir Neuseeland ja als dein Ziel ausgesucht. Give it a try!
Sport, Freizeit und AGs
Wohl anders als hier in Deutschland wirst du auch nacdh dem Unterricht in der Schule bleiben - zu Sport und Freizeit. Das Angebot ist unterschiedlich: Standardsportarten wie Fußball, Tennis, Leichtathletik, Schwimmen und Ballsport natürlich auch Cricket und Rugby bieten alle an. Wintersport betreiben die Schulen der Südinsel, Wassersport die am Meer. Einige der von uns angebotenen Schulen haben eigene exzellente Golfanlagen!
Am Nachmittag kannst du dich auch künstlerisch betätigen. Dann stehen Theater, Malen und Zeichnen oder Textildesign auf dem Plan. Oder tritt dem Redaktionsteam der Schülerzeitung bei. Erlerne von den Maori den Tanz Kapa Haka oder versuche dich der Labor-AG an chemischen Experimenten.
Internate
CAMPS kooperiert mit ausgesucht guten Schulen zusammen; auch mit Internaten. Uns ist es wichtig, dass du eine real kiwi experience erlebst. Das gilt natürlich auch für die Internate. Viele Internate werden in Neuseeland von Schülern aus dem asiatisch-pazifischen Raum besucht und als Europäer wärst du ziemlich allein. Unsere Partnerschulen sind Tagesschulen, die auch ein kleines Hostel betreiben, in dem hauptsächlich Neuseeländer leben, weil ihr Wohnort zu weit weg liegt von der Schule, oder weil es in ihrer abgelegenen Region gar keine Oberschule gibt. In diesen Internaten leben in der Regel 60-120 Schüler aus Neuseeland mit einigen wenigen internationalen Gastschülern perfekt also zum Finden einheimischer Freunde. Im Internat wohnen mehrere Betreuer, die sich wie eine Familie um die Schüler kümmern. Du wirst einen geregelteren Tagesablauf erleben, als du es vielleicht von Zuhause gewöhnt bist. So gibt es z.B. täglich eine Study Hall, wo alle Bewohner ihre Hausaufgaben erledigen. Da immer Lehrer dabei sind, kannst du dir natürlich bei den kniffligen Aufgaben Hilfe holen. Eine Internatsunterbringung ist nur bei Buchung eines vollen Schuljahres ab Januar möglich und die Plätze sind begrenzt. Du findest die Schulen mit Internat in unseren Profilen beschrieben.
Dazu gehören:
- Otago Boys High School, Dunedin, nur Jungen
- St Hildas Collegiate School, Dunedin, nur Mädchen
- Timaru Boys High School, Timaru, Canterbury, nur Jungen
- Timaru Girls High School, Timaru, Canterbury, nur Mädchen
- Wanganui Collegiate School, Wanganui, Nordinsel
- Gore High School, Central Otago, Südinsel
Privatschulen
Öffentliche Schulen in Neuseeland leisten im Prinzip die gleiche Arbeit wie britische Privatschulen. Neuseelands Schulen sind british based, wobei man sich auf die Tradition der Privatschulen Englands bezieht. Per Gesetz müssen alle Schulen in Neuseeland das staatlich vorgeschriebene Curriculum unterrichten, egal wer der Träger der Schule ist. Über das Curriculum hinaus können private Schulen eigene Akzente setzen.
Die meisten Privatschulen in Neuseeland haben kirchliche Träger, sind also katholisch oder protestantisch (Anglican Church of England, Presbyterian Church of Scotland). Die Lehrer, der Lehrplan und das Curriculum dieser Schulen werden vom Staat gestellt und bezahlt. Lediglich der Campus mit den Gebäuden gehört dem freien Träger. Es macht also in dieser Hinsicht keinen Unterschied, ob du eine staatliche oder kirchliche Schule besuchst. Man muss es den kirchlichen Schulen aber lassen, dass sie ein Auge haben für die optische und architektonische Qualität ihrer Schulgebäude. Die sind oft besser als die der staatlichen Schulen. Als kirchliches Merkmal musst du zusätzlich eine Stunde pro Woche das Fach Religion belegen und eventuell am Chapel Service teilnehmen, was eher mit einer Versammlung als mit einem Gottesdienst zu vergleichen ist. Du musst nicht kirchlich gebunden sein, diese Schulen stehen jedem offen. Kirchliche Schulen sind sehr beliebt und schießen wie Pilze aus dem Boden; sie genießen einen exzellenten Ruf!






