Asiens Musterland
Regent Garden Condo - ein Wohnbeispiel
Singapur gilt als asiatisches Musterland, als ökonomischer Tiger und ist blitzsauber, effizient, sicher und fortschrittlich. Singapur macht Gastschülern richtig Spaß! Die Menschen sind super nett, aufgeschlossen und zeigen dir gerne ihr kleines Wunderland, auf welches sie zu Recht stolz sind.
Du wirst in chinesische, malaysische und indische Kulturen eintauchen. Da die Landessprache Englisch ist, wird dir die Kommunikation besonders leicht fallen. In der Stadt kannst du die atmosphärischen Viertel der Araber, Inder, Chinesen und Malaien entdecken. Und weil du hier mitten im kulturellen Schmelztiegel bist, erlebst du ständig faszinierende Feste mit, wie das prächtige chinesische Neujahr, die Zeit der hungrigen Geister und das vor Farben explodierende indische Lichterfest Deepavali sowie die multiethnische Chingay Parade. Sei dabei wenn Hindu-Männer zum Theemidhi über Feuer gehen und beobachte das Hari Raya Hayi, wenn Muslime das Ende der Haj, der Pilgerfahrt nach Mekka, feiern. Die bunte Mischung macht dieses ungewöhnliche Land aus.
Die Begeisterung der Singapurer zum High Tech ist einfach riesig. Menschen laufen mit Blue Tooth Headsets durch die Stadt, es gibt keine Fahrkarten sondern elektronische SmartCards, WLAN Breitbandzugang besteht im gesamten Stadtgebiet. In der flinken MRT (Singapurs U-Bahn-System) spielen die Leute mit den neuesten elektronischen Wundersachen. Gerne nehmen Singapurer Innovationen an.
Deine Gastfamilie
Singapurische Gastfamilien spiegeln die ethnische Vielfalt des Landes wider. Unsere Gastfamilien haben einen chinesischen, malaysischen, indischen, tamilischen oder kaukasischen Hintergrund. Sie sind Buddhisten, Hindus, Muslime oder Christen. Die Gepflogenheiten in den Familien unterscheiden sich daher sehr voneinander, wobei bestimmte Ansichten und Gewohnheiten allen Asiaten gleich sind; z. B. der Respekt vor älteren und höher gestellten Personen oder der Schutz des Gesichtes. Für dich ein weiteres spannendes Erlebnis, das zu erfahren!
Unsere Gastfamilien suchen wir sehr sorgfältig aus. In den Familien wird neben der Muttersprache natürlich Englisch gesprochen, bzw. die singapurische Variante des Englischen - Singlish. Typischer weise wohnen die meisten Singapurer in Eigentumswohnungen, in einer vom Staat errichteten Wohnanlage, HDB (Housing Development Board) Estates genannt. Zu solch einer Gruppe von Wohntürmen gehören meist auch ein Pool und diverse Sportanlagen. Es gibt auch private Wohnanlagen, Condos genannt, deren Wohnungen luxuriöser ausgestattet sind. Condos verfügen immer über Pools, Fitnessräume und andere Dienstleistungen. Sehr wenige Singapurer leben in einem Einfamilienhaus. Dafür ist einfach nicht genug Platz auf der Insel. Ansonsten sehen die Wohnungen nicht sehr anders aus als bei uns. Seine Schuhe lässt man immer vor der Wohnung stehen und bewegt sich barfüßig. In indischen Gastfamilien ist es auch üblich, sich zuerst die Füße zu waschen, ehe man in die Wohnung eintritt. Je nach Gastfamilie wirst du dein Zimmer teilen (mit einem Schüler gleichen Alters und Geschlecht) oder ein Zimmer für dich haben. Monatlich wirst du deine Betreuer sehen und kannst sie jederzeit um Rat und Hilfe bitten. Deine Eltern brauchen sich also keine schlaflosen Nächte zu machen und du auch nicht. Es wird sich immer bestens um dich gekümmert. Unsere Gastfamilien platzen vor Spannung, endlich einen Deutschen bei sich aufnehmen zu können!
Das Familienleben an sich ist in Singapur allerdings vollkommen anders als bei uns. Das konfuzianische Wertesystem beruht auf harter Arbeit und vollem Einsatz. So wie du länger als gewohnt in Singapur zur Schule gehen wirst, so arbeiten deine Gasteltern auch länger als in Deutschland üblich. Normal ist, dass die Familienmitglieder später als 18 Uhr heimkehren, gerne aber auch später als 20 Uhr. Unter der Woche gibt es kein Familienleben, wie wir es als Europäer gewöhnt sind, und man ist mit anderen Dingen beschäftigt als Zeit füreinander zu haben. Die Gemeinschaft der Familie konzentriert ihre Aktivitäten auf das Wochenende. Dir wird auffallen, wie straff auch das Wochenende durchgeplant ist. Singapurer mögen Müßiggang nicht und hassen es, Zeit zu vertrödeln. Die Freizeitgesellschaft deutschen Zuschnitts passt nicht zum Selbstverständnis der Singapurer. Dieser kulturelle Unterschied wird dir einiges an Anpassungsfähigkeit abverlangen.
E-Mail einer Gastmutter
Guardianship has been so far a wonderful experience for me. The English dictionary defines Guardianship as the position of being legally responsible for someone elses child. This position is not only a heavy one but also a serious job. Since I became a Guardian to Alex, aged 16, besides providing the adequate physical needs, I also ensure that his emotional and mental needs are supported as well. This is done through constant conversation and discovering which are the areas that he is struggling with, be it, new environment, new friends, school work, food etc. In Rome, do what the Romans do is my favorite quote for him. As the saying goes, it takes two hands to clap. I am proud that Alex is not only matured but obedient and listens to advice. Take for instance, recently when he wanted to go for a bike trail with his friends from Friday night to Saturday morning, I told him my discomfort and concerns of the danger as he is not familiar with the route and traffic, he instantly agreed not to go. I am happy that my family relationship with him is excellent and all my brothers and sisters like him too. Rita Bay, Singapur
Meine Zeit in Singapur
Schon meine Ankunft war mein erstes atemberaubendes Erlebnis. Von den ersten Gesprächen mit meinen überaus freundlichen Gasteltern über die Hawker Stores, in denen man tolle Mahlzeiten bekommt und in denen mir klar wurde, dass jeder Mensch in Singapur mein "Ucle/Auntie" ist, bis hin zu den Schulfreunden, die sofort auf mich zugingen "You from Germany? Den you know how to play soccer, lah!" Ich habe Erlebnisse gehabt, die ich nicht mehr missen will. Die verbesserten Zukunftsmöglichkeiten und die Erfahrung, selbstständig ein völlig anderes Leben zu führen, sind weitere Faktoren, die mich diese Reise nur weiterempfehlen lassen.
Maurice Häfner (Leopoldshöhe), 10 Monate in Singapur @ Anderson High School






