Shamrock Diaries als Gastschüler im Land des Kleeblatts!
Trotz des überragenden Aufschwungs ist Irland keine Heile Welt: das wirtschaftliche Gefälle zwischen den Großstädten wie Dublin oder Cork und den ländlichen Midlands und Regionen der Westküste sind groß, der Lebensstandard der Bevölkerung variiert von relativem Wohlstand der Städter bis zu recht einfachen Verhältnissen einiger Landbewohner.
Aber eben das macht diese einmalige Faszination Irlands aus! Entdeckt die "grüne Insel" mit all ihren Gegensätzen: lasst euch anstecken vom Großstadtleben mit einer Vielzahl kultureller Höhepunkte und lasst euch verzaubern von idyllischen Fleckchen abseits der Metropolen, uralten Ruinen, wuchtigen, steinernen Kreuzen, sturmumtosten Küsten und sagenumrankten Geheimnissen aus alter Zeit: vielleicht findet ihr ja heraus, was es mit der Legende um den Stein von Blarney (Stone of Eloquence) auf sich hat
Küsst diesen weltberühmten Stein einmal und umarmt die Grüne Insel mit allem, was sie euch zu bieten hat! Zeigt Interesse an Land und Menschen. Mit Aufgeschlossenheit und Anteilnahme kommt ihr sehr gut an bei den gesprächigen, herzlichen Iren!
Kelten, Wikinger und Normannen
sie alle haben den Charakter dieses Landes und ihrer Einwohner geprägt. Mit der Eroberung der Insel durch die Normannen im 12. Jahrhundert begannen die lang anhaltenden und zum Teil heute noch stumm schwelenden Konflikte und Rivalitäten zwischen den überwiegend katholischen Iren und den protestantischen Engländern. Die Kartoffel-Fäule ab 1845 gilt für Historiker als einer der Gründe für das angespannter Verhältnis zwischen den beiden Nachbarn: Missernten führten zu einer mehrjährigen Hungersnot. Britische Behörden ignorierten das Leid und verschleppten Hilfsaktionen. Eine Millionen Iren sterben, eine weitere Millionen verlassen das Land und suchten ihr Heil vornehmlich in den USA.
Das 20. Jahrhundert war reich an geschichtlich bedeutenden Ereignissen im Kampf um die Unabhängigkeit von Großbritannien: etwa die Gründung der Sinn-Féin-Partei (Wir-Selbst-Bewegung) im Jahre 1905 oder 1916, als die Iren ihr Land zur Republik ausriefen. Erst 1949 schied Irland aus dem Commonwealth aus und obwohl die sechs Grafschaften im Norden des Landes bis heute im Vereinten Königreich verbleiben, herrscht im Land so etwas wie nationale Aufbruchstimmung. Heute boomt Irlands Wirtschaft wie nie zuvor in seiner wechselreichen Geschichte. Das Land gehört zu den reichsten der EU und ist ein Musterbeispiel für die Vorzüge und Vorteile einer positiven Einstellung zur weltweiten Globalisierung: der keltische Tiger, so wird Irland häufig wegen seines bissigen wirtschaftlichen Erfolges genannt, hat sich mit stolzer Brust der Weltkonkurrenz gestellt, Steuersenkungen lockten ausländische Investoren. Allein 570 ansässige US-Firmen (u.a. Giganten wie DELL und Microsoft) schafften mehr als 90.000 Arbeitsplätze.






