Anna - Ein Schulhalbjahr in England

In ein fremdes Land, ohne Eltern, und eine andere Sprache – ein komplett neues Leben leben!

Das Gefühl am Flughafen zu stehen, seinen Freunden und seiner Familie für einen Zeitraum auf Wiedersehen zu sagen und zu wissen, sie erst mal nicht zu sehen, ist sehr komisch, traurig und ein kaum beschreibbares Gefühl. Auch ich war traurig und na klar sind auch Tränen geflossen, aber sobald du ankommst, hast du gar keine Zeit mehr daran zu denken und traurig zu sein, denn dein neues Leben beginnt genau dann!

Als die Zeit immer näher rückte, meine Gastfamilie endlich zu treffen, war ich sehr aufgeregt, aber ich hatte gar keinen Grund, denn es war echt toll sie zu sehen! Ich wurde sofort nett aufgenommen. Ich habe mich niemals wie „nur eine Austauschschülerin“, sondern als Teil der Familie gefühlt.

Das Einleben ging auch ziemlich schnell und das mit der Sprache war auch leichter als ich gedacht habe. In meiner Familie waren 4 Kinder: ein Mädchen (7) und drei Jungs (14, 16 und 19). Mit denen habe ich immer viel gemacht und mich auch sehr gut verstanden. Wenn ich mal traurig war oder mit jemanden reden musste, wusste ich immer, dass ich zu ihnen gehen kann und, dass sie mir zuhören. Aber nicht nur meine Familie war toll, auch die Schule hat mir gut gefallen. So etwas hätte ich nie gedacht das zu sagen, aber ja, ich gehe hier sehr gerne zur Schule! Ich habe hier sehr viele Freunde gefunden und gute Freundschaften geschlossen. Die Zeit in England verging sehr schnell und um ehrlich zu sein, möchte ich nicht nach Hause fliegen. England von einer anderen Seite zu sehen war sehr toll. Bevor ich nach England gekommen bin, habe ich immer an London gedacht, große Städte, viele Läden, und das „Citylife“. Aber England hat auch ganz andere Seiten: Ich wohne in Devon (Süd-England) und sehr dicht am Meer. Hier ist viel Natur und ziemlich das Gegenteil von London. Aber es ist toll hier zu wohnen. Das Vorurteil, dass in England sehr viel Tea getrunken wird, Beans und Fish&Chips gegessen werden, kann ich aber bestätigen.

Das mit dem Heimweh hat sich bei mir auch in Grenzen gehalten und war nicht so schlimm wie ich gedacht hätte. Du musst einfach deine „Deutschland-Brille“ absetzen und hier dein Leben leben! Na klar ist es ziemlich anders, aber deswegen hast du dich doch schließlich entschlossen ins Ausland zu gehen, um ein anderes Leben (Land) kennenzulernen!

Es war eine so tolle Zeit, die ich hier in England hatte und ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, das zu machen. Keine Sekunde habe ich es bereut!

Auch CAMPS war immer für mich da und hat sicher gestellt, dass es mir gut geht.

Wenn du überlegst ins Ausland zu gehen, rate ich dir, es zu machen, denn es ist echt toll! Diese sieben Monate hier in England waren so ziemlich die beste Zeit, die ich hatte. Und eins kann ich bestätigen, Fernweh ist größer als Heimweh!