Daphne - Ein Schuljahr in Südafrika

Der Himmel weit, die Hoffnung groß und das Leben eine Herausforderung: Das ist Südafrika.

Ein Land, das weniger durch seine Grenzen bestimmt wird, als durch seinen Traum, besser gesagt seine Träume. Sie widersprechen und sie ergänzen sich, sie regen auf und sie machen die kreative Kraft aus, den Lebenshunger, der uns Europäer oft überrascht.

Nach 8 Monaten im schönen Durban kann ich eines sagen: Ich liebe dieses Land. Ja, es ist sehr unterschiedlich im Vergleich zu Deutschland. Wie zum Beispiel die Kriminalität. Aber die Menschen hier machen es einem so unheimlich einfach, sich anpassen zu können.

Ich gehe in die 11. Klasse der Stanmore Secondary Highschool, welche in Phoenix ist. Phoenix ist eine Art indischer Stadtteil. Das heißt hier leben so gut wie nur Inder. Und dementsprechend ist es auch in der Schule.

Ich bin hier die einzige Weiße und am Anfang war ich einfach nur „Germany“. Die Begeisterung hat sich aber nach einer Weile gelegt und es haben mich alle mit meinem richtigen Namen angesprochen. Überhaupt finde ich meine Schule einfach nur toll. Sie ist zwar nicht so super ausgestattet wie eine Privatschule, welche dem normalen Standard in Deutschland entsprechen würde, aber es ist dafür eine ganz neue Erfahrung. Die Lehrer und Schüler haben eine viel engere Beziehung und überhaupt sind alle sehr warmherzig.

Ich habe jeden Tag von 7.30 bis 14.10 Uhr Schule und fast immer dieselben Fächer, das heißt Afrikaans, Life Orientation, English, Maths, PE (Sport), Physics, Bio und Informatik. Jeden Morgen wird durch die Lautsprecher ein Gebet gesprochen und jeden Montagmorgen ist eine Versammlung, wo alle kommenden Veranstaltungen oder allgemeine Informationen verkündet werden. Veranstaltungen sind z. B. Sports Day, Konzerte und Cross Läufe. Einem wird also nie langweilig!

Allgemein zum Leben hier kann ich sagen, dass alles sehr gelassen ist. Nicht so hektisch und super organisiert wie in Deutschland. Aber ich denke auch, dass es sehr von der Gegend abhängt, in der man lebt. Aber eines ist sicher: Ob weiß, farbig, Inder oder was auch immer - alle werden dich mit offenen Armen empfangen. Das ist einfach die Gastfreundschaft der Regenbogennation, die ich so liebe und schätze. Und ich würde nicht zögern, wieder zurückzukommen. Dieses Jahr hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet und ich möchte diese Erfahrung niemals missen!