Kira - Ein Schuljahr in Costa Rica

Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Kira, ich bin mittlerweile schon 6 Monate in Costa Rica, und habe schon sehr viel erlebt. Gute Erfahrungen, und schlechte Erfahrungen. Obwohl, gibt es die eigentlich, schlechte Erfahrungen? Erfahrungen sind ja schließlich Erfahrungen, und somit eigentlich immer gut...

Jetzt aber genug um den heißen Brei herum geredet, von diesen Erfahrungen werde ich euch nun erzählen, damit es euch leichter fällt, euch für dieses wunderschöne Land Costa Rica zu entscheiden.

Costa Rica, auf Deutsch: reiche Küste, das trifft es total. Es mag vllt. nicht so reich an Geld sein, wie es Deutschland ist, aber dafür hat es viel Besseres... Eine unbeschreibliche Flora und Fauna nämlich. Und natürlich die Menschen, die sich die Ruhe nicht nehmen lassen. Pura Vida halt.

Es war für mich und meine deutsche Pünktlichkeit zwar etwas schwer, sich an die Tico Time (Costa Ricaner kommen meist zu spät) zu gewöhnen, aber es geht. Ich bin zwar immer noch vor allen anderen fertig, aber die lästige Ungeduld bin ich losgeworden. Die Ticos, also die Costa Ricaner, sind aber nicht nur Pura Vida, sondern auch herzensoffene Menschen. Ich wurde in meiner Gastfamilie so aufgenommen, als wenn ich wirklich Tochter/Schwester wäre, und fühle mich pudelwohl hier. Ich habe zwar nicht das Meer vor der Haustür, aber was ist das schon, wenn man einen 2. Papa hat, der, wenn er mich anderen vorstellt, sagt: "Das ist meine Tochter, das sieht man doch! Sehen doch voll gleich aus. Sie sieht mir doch am ähnlichsten!" Und das ist nicht gelogen. Das kann einen dann auch schon mal zu Freudentränen rühren, wenn man so etwas Liebevolles hört.

Außerdem bin ich schon sehr viel herumgereist. Man sieht einfach Sachen, die man nie wieder vergessen wird. Ein schlafendes Faultier auf dem Baum über einem, frei rumkletternde Affen im Garten der Tante oder Delfine keine 5 Meter weiter schwimmend im Wasser. Das glaubt ihr mir wahrscheinlich nicht. Grade das mit den Delfinen klingt ja komisch, aber es ist wahr. Die kommen echt furchtbar nah an die Küste, neugierige Tiere halt. Die Surfer haben mir erzählt, dass sie die Delfine manchmal direkt unter ihnen sehen, wenn sie surfen. Einfach wunderbar oder?

Falls ihr mit der Sprache Bedenken habt, macht euch keinen Kopf. Das geht so flink, ihr merkt nach 2-3 Monaten gar nicht mehr, dass ihr erst so kurze Zeit Spanisch sprecht. Versucht halt einfach das Englischsprechen so gut es geht zu vermeiden, und dann kommt das Spanisch, so als wäre es immer dagewesen.

Wenn man mich fragen würde, ob ich meine Entscheidung ändern würde, nach Costa Rica zu gehen, würde ich so laut NEIN schreien wie ich könnte! Ihr habt die Möglichkeit eine zweite Familie in einem so wunderbaren Land zu finden, dass man Worte erfinden müsste, um es zu beschreiben. Klar gibt es mal Probleme, aber Probleme sind doch immer gleich kleiner, wenn man wenigstens blauen Himmel und Sonnenschein hat, oder nicht?

In diesem Sinne, Pura Vida, mae!